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Geschichte

Die so genannte Verseifung ist ein chemischer Prozess, den schon die Steinzeitmenschen entdeckt hatten: das Fett der über dem Feuer gebratenen Tiere tropfte in die Glut, der Regen durchnässte die Asche und so entstand ein seifiges Produkt, das sich erstaunlich gut von den Händen entfernen ließ. Der älteste Hinweis auf die Herstellung von Seifen findet sich auf einer Keilschrifttafel der Sumerer, die ca. 4500 Jahre alt ist. Dieses hoch entwickelte Volk hatte bereits fundierte chemische Kenntnisse, denn sie erkannten, dass Pflanzenasche die Wirkung einer Lauge besitzt.

Um die benötigte Pottasche zu gewinnen, die reich an kohlensaurem Kalium ist, verbrannten die Sumerer Dattelpalmen oder Tannenzapfen. Indem sie diese Lauge mit Ölen vermischten, erfanden sie die Basis jeder Seife. Als Reinigungsmittel jedoch wurden diese ersten Seifen nicht verwendet, sondern vielmehr als Heilmittel für Verletzungen. Mit der Zeit wurden die seifenhaltigen Pasten, die von den Ägyptern hergestellt wurden, auch zur Behandlung von Krankheiten – wie zum Beispiel bei Würmern oder Gicht – benutzt, aber auch zur Reinigung von Kleidung, als Kosmetikum und für kultische Reinigungen.

Aleppo Syrien 1

Das ganze Potenzial der Seife wurde aber erst spät genutzt. Die Römer verwendeten Seife zunächst nicht zur Körperpflege, jedoch zur Reinigung ihrer wollenen Umhänge. Auch die Gallier und die Germanen nutzten die Seife nicht zum Waschen, sondern als Haarfestiger. Erst ab dem zweiten Jahrhundert wurde die Seife zur Körperpflege eingesetzt, nur war sie durch ihre noch sehr flüssige und klebrige Konsistenz nur bedingt dafür geeignet.

Erst 500 Jahre später, ca. 700 n. Chr., gelang es den Arabern, die Kunst des Seifensiedens zu verfeinern und so die ersten festen Seifen auf der Basis von Olivenöl herzustellen. Ab dem 8. Jahrhundert verbreitete sich diese Kunst von Aleppo (oder: „Halab“ in Syrien) im Mittelmeerraum. Noch heute gibt es dort um die 70 Seifensiedereien. Mit der Ausbreitung des Islam kam die Technik des Seifensiedens nach Südwesteuropa. So kam es, dass im Mittelalter vor allem in Spanien, Italien und Frankreich die Kunst des Seifenkochens vervollkommnet wurde und Seife sich zu einer begehrten Handelsware entwickelte. Besonders in Genua und Marseille kam das Seifensieden damals zu regionaler Blüte. Durch den Zusatz von Duftstoffen, gewonnen aus verschiedenen Pflanzen, verfeinerte man in Frankreich die Seifen.

Damit war die Toilettenseife geboren, die in Form von kosmetischen Seifenkugeln an Europas Höfen hochgeschätzt, für die Masse der Bevölkerung aber unerreichbare Kostbarkeiten waren. Sie wurden auch nicht zur Reinigung eingesetzt, sondern dienten allein kosmetischen Zwecken oder als Heilmittel und ab dem 16. Jahrhundert für die Rasur der Männer. Seife aus den Mittelmeerländern war ein Luxusgegenstand, den sich nur betuchte Häupter leisten konnten.

Aleppo Syrien 2

Im Spätmittelalter hatten die Seifensieder allerdings einen schweren Stand. Durch die Pest war waschen verpönt, denn man hatte Angst, dass Wasser den Körper schädige und dadurch Bakterien eindringen könnten, die krank machen. Somit wurde es als ausreichend angesehen, die Wäsche zu wechseln – was bei armen Bevölkerungsschichten zumeist nicht möglich war. Auch Ärzte vertraten bis weit ins 18. Jahrhundert die Meinung, dass Wasser und Luft dem Körper schade. Deshalb diente Kleidung genauso wie Puder als Schutz vor diesen schädlichen Elementen.

Erst im bürgerlichen 19. Jahrhundert änderte sich die Einstellung und die Nachfrage nach dem Reinigungsprodukt Seife stieg an. Regelmäßiges Waschen wurde modern. Es dauerte nicht lange, da begann die erste industrielle Massenproduktion und der Gebrauch von Seife als Reinigungs-, Wasch- und Körperpflegemittel fand endgültig seinen Durchbruch.

Syrien

Der Name Syrien wurde früher für das gesamte Land zwischen Kleinasien und Ägypten, von der Mittelmeerküste bis zur syrischen Wüste gebraucht. Das heutige Syrien umfasst rund 185.000 qkm und ist fast so groß wie die Bundesrepublik. Es liegt zwischen der Türkei, dem Irak, Jordanien, Israel, dem Libanon und dem Mittelmeer. Dort hat Syrien eine etwa 180 km lange Küste. Durch die Lage in einem uralten Kulturraum, in dem schon sehr früh Hochkulturen und Zivilisationen aufblühten, haben alle historische Epochen zu einem überreichen kulturellen Erbe beigetragen.

In Ugarit etwa, an der Küste des Mittelmeers, entstand vor über 3000 Jahren die erste Schrift der Menschheit. Die Nachfahren Alexanders des Großen, die Griechen und Römer, hinterließen zum Beispiel das Theater von Bosra, die imposanten Säulenstraßen von Palmyra und unzählige Tempel.

Aleppo Syrien 3

Heute ist Syrien ein durch und durch arabisches, islamisches Land, das sich der Moderne aber keinesfalls verschließt. Religiöser Fanatismus ist den Syrern fremd, gegenüber Andersgläubigen ist man tolerant. Es gibt im Land fast ein Dutzend christlicher Konfessionen sowie die Drusen mit ihrer vom Ismaelitentum abstammenden Religion. Die Geographie des Landes ist abwechslungsreich. Im Süden erstrecken sich schwarze Basaltfelder, auf denen ein köstlicher Wein gedeiht.

Über der Region wacht das bis ins Frühjahr bedeckte Haupt des ca. 2800 Meter hohen Berges Hermon. Im Osten wird die Wüstensteppe vom Band des Euphrats durchzogen, der Assad-Stausee speichert Leben bringendes Wasser, viele Menschen leben noch in urtümlichen Kuppelhäusern aus Lehm und Beduinen durchziehen mit ihren Herden dieses Gebiet. In der Oase Tadmor befindet sich die antike Stadt "Palmyra", eine der sehenswertesten Ruinenstätte überhaupt.

Zum Mittelmeer hin zieht sich der „Fruchtbare Halbmond“, ein fruchtbares grünes Land, unter anderem mit Oliven und Datteln bepflanzt. An der Küste entstehen erste Ferienclubs für Badeurlauber und im Hinterland thront auf einem Bergrücken mit imposantem Ausblick die riesige Kreuzritterburg „Krak des Chevaliers“.

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